Victor Vasarely

Victor Vasarely, geboren am 9. April 1906 als Győző Vásárhelyi in Pécs (Ungarn), verstarb am 15. März 1997 in Paris und gilt als Begründer der Op-Art, einer Richtung der geometrischen Abstraktion, die durch optische Täuschungen, Vibrationen und kinetische Effekte das Auge täuscht.

Nach einem kurzen Medizinstudium (1925–1927) in Budapest wechselte er 1927 an die private Kunstakademie Podolini-Volkmann und 1929/30 in Sándor Bortnyiks Mühely-Atelier, das Bauhaus-Lehren vermittelte, bevor er 1930 nach Paris zog und als Gebrauchsgraphiker arbeitete, wo er visuelle Effekte mit Mustern wie Zebras (1938, Belle-Isle-Periode) erforschte.

​Ab 1944 widmete er sich ausschließlich der Malerei, stellte in der Galerie Denise René aus und entwickelte ab 1947 konstruktiv-geometrische Abstraktionen mit mathematischen Prinzipien, die ab 1951 zu Op-Art-Werken wie „Hommage à Malewitsch“ führten, inspiriert von Suprematismus und Kinetismus; 1955 debütierte er auf der documenta 1 und prägte die 1960er durch Serien wie „Vega“ sowie Multiples für Massenproduktion.

Er setzte sich für die „Demokratisierung der Kunst“ ein, schuf Integrationen in Architektur (z. B. Universität Caracas 1954, Bundesbank Frankfurt) und Logos (Renault, München-Olympiade 1972), ergänzt durch Wandteppiche und Plastiken.

​Auszeichnungen wie der Guggenheim-Preis (1964), Großer Preis der Biennale São Paulo (1965) und Ritter der Ehrenlegion (1970) würdigten sein Œuvre, das in Retrospektiven wie Centre Pompidou (1977) und Sammlungen wie Städel Museum vertreten ist.

Sein Sohn Yvaral (Jean-Pierre Vasarely) setzte die Op-Art-Tradition fort. Vasarelys Werk verbindet Ost-Europa-Modernismus mit westlicher Pop- und Designkultur, um Wahrnehmung und Raum neu zu definieren.

Unsere Werke von Victor Vasarely

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Victor Vasarely gilt als Begründer der Op-Art