Hubert Schmalix
Hubert Schmalix wurde am 17. Dezember 1952 in Graz geboren und verstarb am 23. März 2025 in Los Angeles.
Als einer der führenden Vertreter der „Neuen Malerei“ oder „Neuen Wilden“ in den 1980er Jahren prägte er die österreichische Gegenwartskunst durch expressive, gestische Malerei, die sich später zu ruhigen, monochromen Kompositionen wandelte.
Von 1971 bis 1976 studierte er Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Maximilian Melcher, hatte 1976 seine erste Einzelausstellung im Künstlerhaus Wien und erzielte 1980 internationale Anerkennung durch die Teilnahme an „Aperto 80“ der Biennale Venedig sowie 1983 an „Aktuell 83“ im Münchner Lenbachhaus.
Frühe Werke zeichnen sich durch intensive Farben, wilden Pinselstrich und expressionistische Energie aus, beeinflusst von der Rückkehr zur Malerei nach konzeptuellen 1970er-Jahren.
Nach einem Aufenthalt auf den Philippinen Mitte der 1980er, wo er eine Einheimische heiratete, veränderte sich sein Stil zu banalen, naiven Bildern mit seiner Frau als wiederkehrendem Motiv auf monochromen Grün-, Rot- oder Ockerflächen, oft mit alibihaften Objekten.
1987 übersiedelte er nach Los Angeles, wo er bis zu seinem Tod lebte und arbeitete, beeinflusst von Westcoast-Malerei.
Ab den 1990er Jahren entstanden Christusbilder mit mexikanischen Volkskunst-Elementen, geometrische Stadtansichten von Los Angeles sowie Stillleben, Jagdmotive und erotische Akte mit Fesselungsritualen in Anlehnung an Nobuyoshi Araki, wobei monochrome Flächen und Konturlinien Spannung erzeugen.
Von 1992 bis 2005 war er Gastprofessor an der UCLA, von 1997 bis 2006 Professor für Malerei an der Wiener Akademie und gründete 1999 mit Roger Herman die „Black Dragon Society“ zur Förderung junger Künstler.
Auszeichnungen umfassen den Preis der Stadt Wien (1998) und das Ehrenzeichen des Landes Steiermark I. Klasse (2024); sein letztes Werk gestaltete er für den Musik-Pavillon der Steiermark Schau 2025. Werke sind in Sammlungen wie Belvedere, mumok und internationalen Museen vertreten, mit Retrospektiven in Graz (Neue Galerie), Linz (Schlossmuseum „Tremor“ 2025) und Ausstellungen bei Biennalen Sydney (1984), Venedig (1993) sowie Galerien wie Smolka Contemporary.
Schmalix’ Œuvre verbindet wilden Expressionismus mit rationaler Geometrie und privater Intimität.
Ein Werk von Hubert Schmalix
Hubert Schmalix ist einer der führenden Vertreter der „Neuen Malerei“