Arnulf Rainer

Arnulf Rainer wurde am 8. Dezember 1929 in Baden bei Wien geboren und zählt als einer der einflussreichsten österreichischen Künstler des 20. Jahrhunderts zu den Begründern des Informel sowie Pionieren der Übermalungen, die abstrakte Expressivität mit konzeptueller Radikalität verbinden.

Nach einer Kindheit im Zweiten Weltkrieg, geprägt von Bombennächte und dem frühen Verlassen der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt Traiskirchen 1944 aufgrund von Konflikten mit Lehrern, floh er 1945 nach Kärnten, wo er autodidaktisch menschenleere Landschaften malte und die Staatsgewerbeschule Villach (Hochbau) besuchte, bevor er 1949 die Akademie der bildenden Künste und die Universität für angewandte Kunst Wien nach wenigen Tagen verließ.

Beeinflusst von surrealistischen Tendenzen gründete er mit Ernst Fuchs, Arik Brauer, Anton Lehmden, Wolfgang Hollegha und Josef Mikl die „Hundsgruppe“ als Gegenbewegung zum Art Club, reiste 1951 mit Maria Lassnig nach Paris, wo l’art informel ihn prägte, und traf 1953 Otto Mauer, der 1955 seine erste Einzelausstellung in der Galerie nächst St. Stephan organisierte.

​Zwischen 1953 und 1959 lebte Rainer asketisch in der möbellosen Villa seiner Eltern in Gainfarn, wo er „Reduktionen“ schuf – monochrome Schwarzbilder mit Weißresten als Vorstufe zu den Übermalungen –, bevor er 1959 mit Fuchs und Hundertwasser das „Pintorarium“ als Protest gegen die Akademie gründete.

Ab 1961 erweiterte er sein Œuvre um Körperaktionen, Gesichts- und Totenmasken, Finger- und Unterkiefermalereien unter Drogeneinfluss sowie Übermalungen von Fotografien, Zeichnungen und religiösen Drucken, die 1961 in Wolfsburg zu einem Gerichtsprozess führten.

Ab 1963 arbeitete er in Studios in Berlin, München und Köln. Seine Werke polarisierten durch expressive Geste, die Leere und Fülle, Verdecken und Enthüllen ausbalancieren, und führten zu Retrospektiven wie 1968 im Museum des 20. Jahrhunderts Wien sowie Auszeichnungen wie dem Staatspreis für Graphik 1966.

​Von 1981 bis 1995 leitete Rainer eine Meisterklasse für Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien, wurde Mitglied der Berliner Akademie der Künste und erhielt 1978 den Großen Österreichischen Staatspreis sowie weitere Ehrungen wie die Goldene Ehrenmedaille Wiens.

Ein Attentat auf seine Bilder 1994 führte zu seiner Emeritierung 1995.

Rainer vertrat Österreich 1978 bei der Biennale Venedig, schuf Kreuze und Insulae sowie Sammlungen von Geisteskranker-Kunst, und lebt heute zurückgezogen in Oberösterreich und auf Teneriffa, wo sein Œuvre – vertreten in Albertina, Belvedere, mumok und internationalen Museen – als obsessiver Beitrag zur Nachkriegsabstraktion gilt.

Unsere Werke von Arnulf Rainer

Gemälde Künstler Arnulf Rainer 121x80cm Fotoübermalung monogrammiert 1999 aus der Ausstellung Bologna
Fotoübermalung 121x80 monogrammiert 1999 Rückseitig Klebeetikett Museum Bologna
Gemälde von Künstler Arnulf Rainer 40x30cm Bildradierung auf Büttenpapiersigniert bezeichnet H.C.
Bildradierung auf Büttenpapier 40x30cm signiert und bezeichnet H.C.
Bild folgt von Arnulf Rainer Künstler der zeitgenössischen Kunst
Ein weiteres Werk von Arnulf Rainer folgt

Arnulf Rainer ist einer der einflussreichsten Künstler Österreichs