Markus Prachensky

Markus Prachensky wurde am 21. März 1932 in Innsbruck als Sohn des Malers und Architekten Wilhelm Nicolaus Prachensky geboren und starb am 15. Juli 2011 in Wien

Als einer der führenden Vertreter des österreichischen Informel und der Nachkriegsavantgarde prägte er die abstrakte Malerei durch expressive, tachistische Werke mit markantem Rotanteil, die von Reisen und Orten wie Gainfarn, Berlin, Los Angeles oder Apulien inspiriert sind.

Nach der Matura übersiedelte er 1952 nach Wien, studierte zunächst Architektur an der Akademie der bildenden Künste bei L. Welzenbacher und wechselte 1953 zur Malerei, wo er mit Wolfgang Hollegha, Josef Mikl und Arnulf Rainer die Gruppe „Galerie nächst St. Stephan“ um Otto Mauer gründete, die 1957 in der Secession vorgestellt wurde und einen Neuanfang der expressiven Abstraktion markierte.

1956 schloss er das Architekturstudium ab, ohne es auszuüben, und schuf erste Serien wie „Rouge sur noir“ und „Rouge sur blanc“ in Gainfarn, verfasste Manifeste wie „Architektur mit den Händen“ und „Retournons à la peinture“, bevor er 1957 nach Paris zog, wo er Arp, Giacometti, Soulages und Yves Klein traf.

​In den 1960er Jahren entstanden Werke wie „Rouge sur gris – Karlsruhe“, „Berlin I bis X“, „Vor-Solituden“ und „California-Paintings“ während Aufenthalten in Stuttgart, Berlin und Los Angeles, wo er Clement Greenberg begegnete und schablonenhafte, flächige Kompositionen mit dynamischen Farbaufträgen entwickelte, die vom internationalen Informel beeinflusst waren.

Ab den 1970er Jahren folgten Serien wie „Colima“, „Gumpendorf“, „Rot auf Schwarz/Weiß – Puglia“, „Urbino“ und „S. Angelo-Duke“ nach Reisen nach Sardinien und Apulien, ergänzt durch Grafiken und Radierungen, während er 1974 zur Galerie Ulysses wechselte.

Von 1983 bis 2000 leitete er als Professor die Meisterschule für Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien, erhielt Auszeichnungen wie die Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold (1992), das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst (2000) sowie den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst (2003) und wurde in die Kurie für Kunst des Österreichischen Ehrenzeichens berufen.

​Prachenskys Œuvre, vertreten in Sammlungen wie Albertina, mumok, Belvedere, ZKM Karlsruhe und Museum Liaunig, verbindet gestische Expressivität mit geometrischen Elementen und Ortsbezug, wobei Rot als Symbol für Feuer und Liebe dominiert; Retrospektiven und Ausstellungen bei Art Basel unterstreichen seinen Status als konsequenter Tachist.

Unsere Werke von Markus Prachensky

Bild von Künstler Markus Prachensky folgt

Markus Prachensky prägte die abstrakte Malerei durch expressive, tachistische Werke