Maria Moser
Maria Moser wurde am 2. August 1948 in Frankenburg am Hausruck, Oberösterreich, als Tochter eines Schmiedemeisters geboren und lebt als freischaffende Künstlerin in Frankenburg.
Von 1968 bis 1973 studierte sie Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo sie 1973 ihr Diplom erlangte, gefolgt von einem neunmonatigen Ägyptenstipendium 1974/75, das ihre künstlerische Sichtweise prägte.
Sie war mit dem Maler Heinz Goebel verheiratet, der 2013 verstarb, und ihre Tochter Lena Göbel ist ebenfalls Malerin und Holzschneiderin.
Ihre energiegeladenen, expressiven Malereien im abstrakt-expressionistischen Stil haben die abstrakte Kunst in Österreich nach 1945 maßgeblich geprägt und verbinden persönlichen Ausdruck mit körperbezogener Gestik in ungegenständlichen Formen, inspiriert von der US-Nachkriegsavantgarde wie Jackson Pollock oder Helen Frankenthaler sowie der väterlichen Schlossereiwerkstatt mit ihren Impulsen aus Schmieden, glühendem Eisen und Werkzeugen.
Frühe Skulpturen aus Eisen, Stahl, Holz und Stein wichen bald großformatigen Ölgemälden auf Leinwand, Arbeiten auf Papier und Grafiken, die Eindrücke aus Reisen, Natur und Schrottplätzen abstrakt verarbeiten – Motive wie Zunder, Glutbad, Amboss oder Biegen und Brechen durchlaufen Aggregatzustände vom Gasförmigen über Flüssiges bis Festes und erzeugen dynamische, impulsive Bildräume mit „Blitzeffekt“-Energie.
Neben Malerei schuf sie Glasfenster für Pfarrkirchen in Grieskirchen und Schwanenstadt sowie den Kirchenraum der Pfarrkirche St. Konrad in Linz-Froschberg.
Zahlreiche Auszeichnungen würdigen ihr Werk, darunter der Preis der Österreichischen Länderbank (1973), Förderpreis des Wiener Kunstfonds (1977), Talentförderungspreis Oberösterreichs, Staatsstipendium für Malerei (1979), Kulturpreis des Landes Oberösterreich (1997), Heinrich-Gleißner-Preis (2014) und Goldenes Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich (2018).
Einzel- und Gruppenausstellungen umfassen das Künstlerhaus Wien (1981), Galerie Welz Salzburg (1985, 1992, 2002), Landesmuseum Linz (1991), Kunstverein Heidenheim (1996), Kunstverein Steyr (2008) und Museum Angerlehner (2019 mit Lena Göbel), mit Werken in Sammlungen wie STRABAG Art Collection.
Maria Moser positioniert sich als authentische Vertreterin einer vitalen, emotionalen Malerei, die trotz männlicher Dominanz im Abstrakten Expressionismus – vergleichbar mit Martha Jungwirth oder Joan Mitchell – durch Hingabe an das Tafelbild überzeugt.
Unsere Werke von Maria Moser
Maria Moser lebt als freischaffende Künstlerin in Frankenburg.