Peter Kogler
Peter Kogler, geboren am 19. Juni 1959 in Innsbruck, ist ein international renommierter österreichischer Medienkünstler, der in Wien lebt und arbeitet.
Ausbildung und frühe Jahre
Kogler absolvierte von 1974 bis 1978 die Kunstgewerbeschule (heute HTL Bau + Kunst) in Innsbruck und studierte anschließend von 1978 bis 1979 an der Akademie der bildenden Künste Wien.
Ab den frühen 1980er-Jahren experimentierte er mit Kartonobjekten, Zeichnungen, Performances und Filmen, beeinflusst von Filmarchitektur, Expressionismus und Science-Fiction.
Künstlerische Entwicklung und Stil
Seit 1984 arbeitet Kogler mit Computern und schuf repetitive Muster aus Röhren, Ameisen, Weltkugeln und Gehirnen, die Räume in illusionistische Labyrinthe verwandeln. Durch Siebdrucke, Computeranimationen, Videoprojektionen und interaktive Installationen erzeugt er begehbare, desorientierende Umgebungen, die Wahrnehmung, Medien und Raum hinterfragen.
Ab den 1990er-Jahren erweiterte er dies um Echtzeit-Projektionen und Klangräume (z. B. mit Franz Pomassl), die dynamisch auf Betrachter reagieren.
Lehrtätigkeit und Auszeichnungen
Von 1986 bis 1987 lehrte er an der Städelschule Frankfurt (Vertretung Thomas Bayrle). Seit 1993 Professor an der Akademie der bildenden Künste Wien (ab 1997 Klasse Neue Medien), seit 2008 Professor für Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München.
Auszeichnungen umfassen Prix Ars Electronica (1988), Otto-Mauer-Preis (1988), Preis der Stadt Wien (1996), Tiroler Landespreis für Kunst (2013).
Wichtige Ausstellungen und Projekte
Durchbruch bei documenta IX (1992, Fridericianum mit Ameisen-Installation). Vertreten bei Biennale Venedig (1986, 1993, 1995, 2006), documenta X (1997). Einzelausstellungen: Secession Wien (1987), Kunsthaus Bregenz (2000), Kunstverein Hannover (2004), mumok Wien.
Öffentliche Projekte: Grazer Hauptbahnhof (2003, Kulturhauptstadt), U-Bahn Karlsplatz Wien (2012, dauerhaft), CeMM Wien (2010), Flughafen Wien (2014), Hyatt Köln (2018), Lehmbruck-Museum Duisburg (2025), Francisco Carolinum Linz (2025, „Alphabet City“).
Kogler gilt als Pionier der Computerkunst, der digitale Muster mit körperlicher Desorientierung verbindet und den mediatisierten Raum neu definiert.
Unsere Werke von Peter Kogler
Peter Kogler ist ein international renommierter österreichischer Medienkünstler