Richard Kaplenig
Richard Kaplenig wurde am 16. April 1963 in Kötschach-Mauthen, Kärnten, geboren und zählt zu den anerkannten österreichischen Malern der Gegenwart.
Nach einer handwerklichen Ausbildung als Holz- und Steinbildhauer (1986–1989) studierte er von 1993 bis 1998 an der Accademia di Belle Arti in Venedig bei italienischen Professoren wie Carlo Di Raco und Andrea Patelli. Kaplenig lebt und arbeitet in Wien und Faak am See, Kärnten.
Sein künstlerischer Weg begann mit einer abstrakten Malerei, in der er mit gestisch aufgetragenen Farbschichten experimentierte und verschiedene Chiffren, Zeichen und Wörter als Bildsprache integrierte. Nach einer entscheidenden Phase als „artist in residence“ in Buenos Aires im Rahmen des Projektes „changing views“ 2009 wandte er sich der figurativen Malerei zu.
Seither steht der Alltagsgegenstand im Mittelpunkt seiner Werke: Schraubenschlüssel, Glühbirnen, Gerätschaften des täglichen Lebens oder Kultobjekte werden in einem neutralen, oft sterilen Umfeld dargestellt.
Auffällig ist seine Maltechnik: Kaplenig reduziert die Farbpalette gezielt auf Schwarz, Weiß, Indigo und wenige zurückhaltende Töne. Charakteristisch ist das Spiel mit Lichtreflexionen, die den Gegenständen beinahe fotografische Plastizität verleihen. Ein weiteres zentrales Element sind die von ihm als Malgrund verwendeten Landkarten – meist Regionen, die mit seinen Lebensstationen verbunden sind.
Topographie, Linien und Beschriftungen schimmern durch die dünnen Farbschichten als „geheimer Code“ und verleihen den Werken eine persönliche, autobiografische Ebene.
Kaplenigs Arbeiten wurden in wichtigen Museen und Galerien im In- und Ausland gezeigt und sind in verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen präsent.
Er ist Mitglied im Künstlerhaus Wien sowie im Kunstverein Kärnten. Seine Entwicklung von der Abstraktion zur präzisen Gegenstandsmalerei macht ihn zu einer interessanten Position der österreichischen Gegenwartskunst.
Unsere Werke von Richard Kaplenig
Richard Kaplenig ist ein anerkannter österreichischer Maler der Gegenwart