Alfred Haberpointner
Alfred Haberpointner, geboren 1966 in Ebenau bei Salzburg, ist ein international anerkannter österreichischer Bildhauer, der in Leonding bei Linz und Ebenau lebt und arbeitet.
Ausbildung und frühe Jahre
Haberpointner besuchte von 1980 bis 1984 die Fachschule für Bildhauerei in Hallein und studierte anschließend von 1985/86 bis 1991 an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung (heute Kunstuniversität Linz) in der Bildhauerklasse von Professor Erwin Reiter.
Studienreisen führten ihn nach New York, Paris und längeren Aufenthalten rund um Genua, wo er sich intensiv mit Proportionen auseinandersetzte und erste Werkserien wie „Gewichtung“ schuf.
Künstlerische Entwicklung und Stil
Haberpointners Werk kreist um Themen wie Struktur, Raum, Textur, Körper und deren Verzahnung. Er wendet sich bewusst dem Material Holz zu, das er in einem ambivalenten Verhältnis bearbeitet: einerseits mit tiefer Verbundenheit, andererseits durch bewusste Überwindung seiner Eigenschaften.
In manchen Skulpturen überzieht er Holzoberflächen mit Eisenplättchen oder Blei, um die Holzsichtigkeit zu verdrängen; kontrapunktisch betont er in gehackten oder geschlagenen Objekten die Fasern durch Kettensäge und Axtschläge, wodurch rhythmische Texturen entstehen.
Seine Serien zu Köpfen, Installationen und Objekten entstehen meditativ über Tage oder Wochen, im Vergleich mit natürlichen Prozessen, ohne spontanen Gestus.
Wichtige Ausstellungen und Sammlungen
Haberpointner war in zahlreichen Einzelausstellungen vertreten, darunter Galerie Chobot Wien (2002), Kunstraum Fuhrwerkswaage Köln (2002) und Galerie Schmidt Reith in Tirol (2011).
Gruppenausstellungen umfassen „Wotruba und die Folgen“ (Museum Würth Künzelsau, Rupertinum Salzburg, 1994), „Realität und Abstraktion“ (Museum Liaunig, 2011/2012), „Waldeslust“ (Kunsthalle Würth Schwäbisch Hall, 2011/2012) und „Die Spitze des Eisbergs“ (Museum der Moderne Salzburg, 2019).
Seine Werke befinden sich in Sammlungen wie Sammlung Würth, Museum Liaunig, MUSA Wien, Lentos Linz, Museum der Moderne Salzburg und Oberösterreichischer Landesgalerie.
Auszeichnungen und Privates
Er erhielt 1990 den Förderpreis der Kunstuniversität Linz und 1997 den Theodor-Körner-Preis. Haberpointner ist verheiratet mit Maria Haberpointner und hat zwei Kinder (Mirjam und Nico). Eine Filmdokumentation „Thinking and Feeling“ von Johanna Tschautscher (2011) beleuchtet sein Schaffen.
Unsere Werke von Alfred Haberpointner
Alfred Haberpointner ist ein international anerkannter österreichischer Bildhauer